Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors im mütterlichen Blut

Hiermit möchten wir Ihnen mitteilen, dass wir ab sofort die Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors D aus mütterlichem Blut anbieten können.

Der gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat beschlossen, diese Leistung in die Mutterschafts-Richtlinien aufzunehmen. Ab dem 01.07.2021 wird die Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors D nach EBM mit der Ziffer 01869 vergütet.

Für die Betreuung Ihrer schwangeren Patientinnen bedeutet dies, dass bei jeder Rhesus D-negativen Schwangerschaft die Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors D aus dem mütterlichen Blut auch für Patientinnen der gesetzlichen Krankenversicherungen möglich ist.

Anforderung: Fetale Rhesusfaktor D-Bestimmung

Indikation: Abklärung des Rhesusfaktors des Fetus einer Rhesus (D) negativen schwangeren Patientin ab der 20. SSW. Damit kann etwa 40 Prozent der Frauen mit negativem Rhesusfaktor eine Anti-D-Prophylaxe erspart werden. Die Untersuchung darf nur einmal pro Schwangerschaft abgerechnet werden.

Benötigtes Material: 7,5 ml EDTA-Blut (Sarstedt-Monovetten, d. h. 1 große EDTA-Monovette), ausgefüllter Auftragsbogen Labor Prof. Enders inkl. unterschriebener Einverständniserklärung der Patientin nach dem Gendiagnostik Gesetz (GenDG) auf der Rückseite des Auftrags

Eine Aufklärung der Patientin nach dem GenDG ist vor der Blutentnahme erforderlich. Diese Leistung kann mittel der EBM-Ziffer 01788 abgerechnet werden.

Hinweis: Wie bei jeder Blutgruppen-Bestimmung muss das Röhrchen komplett mit Namen, Vornamen und Geburtsdatum beschriftet werden. Das nicht zentrifugierte EDTA-Blut soll innerhalb von 48 Stunden  im Labor eintreffen.

Testdauer: 4-5 Tage nach Eingang der Probe

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