Hinweis zur Abrechnung und Budgetrelevanz: Bitte tragen Sie bei Verdacht auf meldepflichtige Erkrankung die Ausnahmekennziffer 32006 in Ihrer Praxis-EDV ein. Weitere Informationen zu Ausnahmeziffern und dem Wirtschaftlichkeitsbonus finden sie hier.

Es wird zwischen einem Standarduntersuchungsauftrag und besonderen Untersuchungsaufträ- gen unterschieden. Letztere müssen in jedem Fall gesondert auf dem Einsendeschein angefor- dert werden (Übersicht siehe unten). Der Standarduntersuchungsauftrag „E+R” (Erreger und Resistenz) beinhaltet, abhängig vom eingesandten Untersuchungsmaterial und der klinischen Fragestellung folgende Untersuchungsschritte, die auch auf dem Befund angegeben werden:

Untersuchung Anmerkung
Mikroskopie mikroskopisches Präparat unter Anwendung geeigneter Färbemethoden (bspw. Gram-Färbung)
Erregerkultur (Bakteriologie) aerobe und ggf. anaerobe Kultur auf Standardnährböden und soweit erforderlich/sinnvoll Spezialmedien, Anreicherungsmedien oder Selektivmedien.
Differenzierung Bestimmung der angezüchteten Keime bis zu einer für die Fragestellung sinnvollen taxonomischen Ebene (i.d.R. bis zur Speziesebene [z.B. Staphylococcus aureus, bei Hautkeimen ggf. nur bis zur Gattung, bspw.
„Koagulase-negative Staphylokokken”, bei bestimmten Erregern bis zur/m Subspezies, Serovar, Pathovar, bspw. Salmonella enterica ssp. enterica Pathovar typhimurium]).
Antibiogramm Empfindlichkeitsprüfung (wenn sinnvoll) mit einer Auswahl häufig verwendeter Antibiotika unter Berücksichtigung der Empfehlungen einschlägiger Interpretationsrichtlinien (CLSI, EUCAST).
Besondere Resistenzphänotypen (MRSA, ESBL, VRE) werden auf dem Befund gesondert ausgewiesen und in der Regel vorab telefonisch durchgegeben.
Alternativ bei Nachweis entsprechender Mikroorganismen: Hinweis auf Verzicht auf Antibiogramme bei Hautkeimen bzw. Erregern ohne klinische Relevanz. Typische Haut- bzw. Schleimhautkeime, die auch bei Nachweis aus primär sterilen Materialien i.d.R. bedeutungslos sind, sind u.a.
Micrococcus luteus, Kocuria kristinae, Dermabacter hominis